Header Banner

Kircheneintritt/Austritt

Wenn ich wieder in die Kirche eintreten will...

Wer erfährt von meinem Kircheneintritt? Steht das dann im Gemeindebrief?
Nein. Wenn Sie einer Kirchengemeinde beitreten (z.B. der an ihrem Wohnort), erfährt der Kirchenvorstand und der Pastor / die Pastorin etwas davon. Pastoren und Kirchenvorsteher haben Schweigepflicht. Aber wenn Sie in der Gemeinde aktiv werden, bemerken andere natürlich, dass Ihnen die Kirche wichtig ist.

Ich wurde gefragt, ob ich Taufpate sein möchte. Ich bin aber ausgetreten. Was nun?
Wer aus der Kirche ausgetreten ist, kann kein Taufpate sein. Paten müssen einer christlichen Kirche angehören. Natürlich können Sie an der Taufe teilnehmen und auch privat eine besondere Beziehung mit den Eltern vereinbaren. Aber ein kirchliches Patenamt ist das nicht.

Wie viel Kirchensteuer muss ich zahlen, wenn ich eintrete und muss ich dann nachbezahlen?
Generell zahlen Sie 9% Ihrer Lohnsteuer nach Abzug von Kinderfreibeträgen. Das richtet sich nach Ihrem Gehalt und der Zahl der Kinder. Ihr Arbeitgeber kann Ihnen Auskunft geben. Und von der gezahlten Kirchensteuer bekommen Sie einen Teil beim Lohnsteuerjahresausgleich zurück.
Die Kirchensteuer fällt ab dem Tag an, an dem Sie wieder eingetreten sind. Egal ob Sie vor 20 Jahren ausgetreten sind, oder gestern - Ihre Entscheidung hat keine rückwirkenden Folgen.

Ich kann doch auch ohne Kirche an Gott glauben, oder?
Sie kommen vielleicht ohne Kirche aus, aber die Kirche ganz schlecht ohne Sie. Kirche gibt es nicht ohne Menschen, Menschen wie Sie. Kirche wächst und entwickelt sich durch gute Ideen und konstruktive Kritik. Jesus Christus wollte, dass die Menschen, die an ihn glauben, auch untereinander zusammengehören. Damals und heute. Kirche, das sind die Menschen, die dazugehören. Und deshalb ist die Kirche so, wie wir Menschen eben auch sind - manchmal richtig Klasse und manchmal kaum zum Aushalten.

Seid doch mal ehrlich: Eigentlich geht's doch nur ums Geld.
Die Kirche braucht Geld. Keine Frage. Sie aber auch, oder? 80% der Einnahmen bekommen die Menschen, die in der Kirche arbeiten. Menschen, die sich in Kindergärten um Kinder kümmern, Menschen, die Trauernde trösten, Menschen, die Jugendliche im schwierigen Alter ins Leben begleiten. Und die restlichen 20%? Die können Sie kontrollieren. Die Kirche legt ihren Haushalt offen. Fragen Sie in ihrem Pfarramt. Ausgaben und Einnahmen sind kein Geheimnis.

Wer führt den Eintritt durch? Muss ich da wieder zum Standesamt?
Bei Ihrem Austritt sind Sie zum Standesamt gegangen, haben unterschrieben und das war's. Ihre Gemeinde hat danach der Kirche eine Nachricht geschickt. Beim Eintritt geht es persönlicher zu. Ein Gespräch mit Ihrem Pastoren oder Ihrer Pastorin über den Wiedereintritt, die Taufurkunde und die Unterschrift unter der Erklärung über den Wiedereintritt. Diesmal reicht die Kirche die Dokumente an die Samtgemeinde weiter. Schön ist es, wenn der Wiedereintritt verbunden wird mit der Teilnahme an einem Abendmahlsgottesdienst.

Ich bin aus Ärger über meinen Pastor ausgetreten. Muss ich bei dem auch wieder eintreten?
Nein. Die evangelischen Landeskirchen haben vereinbart, dass Sie zum Beispiel bei der Gemeinde am Urlaubsort, bei den Wiedereintrittstellen oder einem anderen Pfarramt eintreten können. Der Eintritt wird dann an die Wohnsitzgemeinde weitergegeben. Und wer mit seiner Gemeinde vor Ort nicht klarkommt, kann auch in einer anderen Gemeinde Mitglied werden.

Und wenn ich bei meiner Pastorin eintreten will ?
Dann machen Sie einen Termin bei ihr. Vielleicht am einfachsten per Telefon:
Ihre Pastorin Bettina Lorenz-Holthusen 05473/1846

Übertritt
Wenn Sie bisher einer anderen christlichen Konfession angehört haben und nun - aus familiären oder anderen Gründen- einen Wechsel in die evangelisch - lutherische Kirche vollziehen wollen, müssen Sie zunächst im Standesamt eine Austrittserklärung aus der vorherigen Kirche unterschreiben. Alle christlichen Kirchen erkennen gegenseitig die Taufe an, so dass ein Übertritt in der Regel nach einem persönlichen klärenden Gespräch mit dem Pastor in einer internen Form vollzogen wird. Ein formeller Übertritt ist auch bei einem Wechsel aus der reformierten Kirche erforderlich. Wir heißen Sie herzlich in unserer Gemeinde willkommen.

Austritt
Wir bedauern es sehr, wenn Sie aus unserer Kirche austreten möchten, akzeptieren aber natürlich Ihre Entscheidung. Eine entsprechende Erklärung unterschreiben Sie in diesem Fall im Standesamt, das uns darüber informiert. Es ist für uns jedoch sehr hilfreich, etwas über Ihre Gründe zu erfahren. Vielleicht gibt es einen konkreten Auslöser für Ihren Schritt, über den man sprechen sollte. Wir sind Ihnen in jedem Fall dankbar, wenn Sie vorher mit uns Kontakt aufnehmen. Als Gast sind Sie zu unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen weiter herzlich eingeladen. Die kirchenrechtlichen Folgen eines Austritts bestehen darin, dass Sie nicht mehr zum Abendmahl zugelassen sind. Sollten Sie mit einem Patenamt betraut sein, erlischt dieses. Wir bitten Sie, in diesem Fall die Familie Ihres Patenkindes über Ihren Austritt zu informieren. Kirchliche Amtshandlungen, wie Trauungen und Beerdigungen, können Sie nicht weiter in Anspruch nehmen. Neben diesen rechtlichen Aspekten Ihrer Entscheidung gilt nach unserer festen Überzeugung allerdings auch:
Der - durch die Taufe sichtbar gemachte - Bund, den Gott mit einem Menschen schließt, gilt für das ganze Leben und wird von ihm niemals aufgekündigt. Daher bleiben Sie in unseren Augen ein Kind Gottes, auch wenn Sie unsere Kirche verlassen. Sie bleiben uns herzlich willkommen.


zurück